Forum GegenArgumente
Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 18:30 Uhr
Raum 104, Pferdestall, Allende-Platz 1
Die gesellschaftliche Institution Familie
Ort des Glücks, des Psychoterrors und des Amoklaufs
Alle Jahre wieder freut sich die hiesige Menschheit auf das „Fest der Liebe“ – zu Weihnachten wird der harte Alltag mal für einige Stunden beiseite geschoben und man besinnt sich auf das, was wirklich wichtig ist und versichert sich feierlich, worum es im Leben eigentlich geht:
Die Familie, die Liebsten, (Ehe-)Partner und Kinder.
Was hat es auf sich mit der Liebe und der Familie, dass die moderne Menschheit daran ihr Lebensglück hängt?Warum sind so viele Menschen darauf scharf, ihr freiwilliges – auf wechselseitiger Zuneigung beruhendes – Verhältnis per Heirat in eine Verpflichtung zum dauerhaften Beieinanderbleiben zu verwandeln?Wie kommt es, dass – nicht bloß „alle Jahre wieder“ – auf das große Beziehungsglück Beziehungsdramen, Eifersuchtsszenen bis hin zu Gewaltexzessen mit Mord und Totschlag folgen?
Offenbar ist es so, dass die Liebe in der modernen Gesellschaft mit der Erwartung befrachtet ist, dass sich hier das Lebensglück einstellen soll. Alle Zumutungen und Drangsale des Erwerbslebens sollen dadurch ausgeglichen und die Lebensbilanz ins Positive gewendet werden. Unter diesem unerfüllbaren Ansinnen leidet das Gefühl unweigerlich und in den Beziehungen macht sich eine ungute Anspruchshaltung gegen den lieben Partner breit: Der soll für das eigene Streben nach Lebenszufriedenheit einstehen, ihm wird sogar die Schuld für das Ausbleiben des großen Glücks gegeben. Kein Wunder, dass dann gerade das „traute Heim“ die bittersten Enttäuschungen bereit hält und weitere „Übergänge“ nicht ausbleiben….
Diskutiert wird das Ganze – natürlich bei Kerzenschein und Gebäck – am:
Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 18:30 Uhr
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